Fachtagung Bildung für nachhaltige Entwicklung Rheinland-Pfalz an der Georg-von-Neumayer-Schule Kirchheimbolanden
Gemeinsam mit dem benachbarten NPG war die Neumayerschule am Mittwoch, 29. April 2026, Gastgeberin der 5. BNE-Fachtagung. Die aus dem gesamten Rheinland-Pfalz angereisten gut 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigten sich begeistert vom Programm und der Atmosphäre im Forum der Realschule plus. Organisiert wurde die Veranstaltung im Vorfeld vom Bildungsministerium in Zusammenarbeit mit dem pädagogischen Landesinstitut und einem Team der Schule vor Ort unter Leitung von Konrektor Stefan Klemme.
Im 200. Geburtsjahr des in Kirchheimbolanden geborenen Forschers und Namensgebers der Schule, Georg von Neumayer, ließ sich die Verbindung zwischen Tagungsort und Thema schnell herstellen. Nach der offiziellen Begrüßung durch Jan Hendrik Winter (BM) schlug Schulleiter Jörg Oeynhausen daher auch direkt den Bogen über Neumayers kreative Ideen und nachhaltige Erkenntnisse zur heutigen Zeit. Die Teilnehmenden hatten die einzigartige Möglichkeit, in einer Liveschaltung zur Polarforschungsstation „Neumayer III“ in der Antarktis das Überwinterungsteam und die Station kennen zu lernen und nutzten die Gelegenheit, Fragen über die Forschungen zum Klimawandel zu stellen.
Den zentralen inhaltlichen Impuls setzten im Plenum im Anschluss Katarina Rončević und Dietmar Kress vom Bildungsteam Greenpeace Deutschland in ihrer Doppelkeynote „Green & Peace: Schule lösungsorientiert gestalten“. Ihre Botschaft eines Paradigmenwechsels wirkte über den Tag an vielen Stellen nach, als es mit vielfältigen, ergebnisreichen Workshops und der bunten Begleitmesse „Markt der Möglichkeiten“ weiterging. Daneben bot sich aber auch ausreichend Raum für den persönlichen Austausch zu konkreten Anknüpfungspunkten der Praxis.
Den Schlusspunkt der Veranstaltung bildete am Nachmittag die feierliche Übergabe der Zertifikate an 19 BNE-Schulen aus Rheinland-Pfalz sowie an 5 außerschulische LernOrte Nachhaltigkeit Rheinland-Pfalz.
Viel Lob erfuhren vor allem das Engagement der Schülerinnen und Schüler der Realschule plus, die eigene Projekte vorstellten, aber auch rundum für den Service zuständig waren, sowie das perfekte Zusammenspiel der Organisatoren aus dem Bildungsministerium, dem pädagogischen Landesinstitut und den Schulen.
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Interaktiver Religionsunterricht: Mit grünen Zweigen den Palmsonntag spüren
Klasse 5 bindet eigene Palmsträuße
Vom Klassenzimmer nach Jerusalem: Im Religionsunterricht der 5. Klasse erlebten die Schülerinnen und Schüler unserer katholischen Religionsklasse 5a-5e eine besondere Stunde rund um die Ostergeschichte. Mithilfe eines interaktiven Bodenbildes wurde der Weg von Palmsonntag bis zur Kreuzigung gemeinsam nachgestellt und besprochen. Die Kinder konnten dabei Schritt für Schritt nachvollziehen, was in den Tagen vor Ostern geschah.
Figuren, Symbole und Gegenstände wurden auf dem Bodenbild platziert, sodass die Ereignisse anschaulich und greifbar wurden. Gemeinsam begrüßten die Kinder den Einzug Jesu in Jerusalem mit wehenden Fahnen, bunter Garderobe und gemeinsamem Singen des „Einzugliedes“. Sie begleiteten Jesus mit seinem Esel zum letzten Abendmahl und durften Brot miteinander teilen und probieren. Im Garten Getsemani beteten wir gemeinsam mit Jesus und begleiteten seine Geschichte bis hin zur Kreuzigung.
Im Anschluss an die Geschichte wurde es kreativ: passend zum Beginn der kommenden Karwoche banden die Schülerinnen und Schüler ihre eigenen Palmsträuße. Mit viel Freude gestaltete jedes Kind seinen persönlichen Palmstrauß und dekorierte ihn mit bunten Bändern und kleinen Verzierungen.
So verband der Unterricht auf lebendige Weise das Erzählen der biblischen Geschichte mit kreativem Arbeiten. Am Ende des Tages konnten alle Kinder stolz ihre selbst gebundenen Palmsträuße mit nach Hause nehmen – ein Stück Glaube zum Mitnehmen als Segen für Haus und Familie.
Sarah Gebhart
GvN-Themenwoche: Unsere Flaschenpost geht auf Reise – Abschluss der Thementage
Zum Abschluss der Thementage gestalteten alle Klassen eine ganz besondere Erinnerung- eine eigene Flaschenpost. Mit viel Kreativität, Sorgfalt und persönlichen Gedanken entstanden kleine Botschaften, die die Erlebnisse dieser besonderen Woche festhalten. Die Kinder schrieben über ihre Wünsche, ihren Lernzuwachs und die Eindrücke aus den vergangenen Tagen. Andere erklärten in ihren Nachrichten, wer Georg von Neumayer war und weshalb Forschen auch heute für unsere Zukunft von großer Bedeutung ist. Anschließend wurden die Texte sorgfältig zusammengerollt, in Flaschen gefüllt und verschlossen. Das Schönste daran ist, dass alle Kinder ihre Flaschenpost mit nach Hause nehmen dürfen, als bleibende Erinnerung an Thementage voller Ideen, spannender Fragen und echter Entdeckerfreude. Warum gerade eine Flaschenpost?Die Flaschenpost ist ein bewusst gewähltes Symbol. Georg von Neumayer sammelte Daten, verglich Beobachtungen und knüpfte ein weltweites Netzwerk des Wissensaustauschs über Kontinente hinweg.
Genau dafür steht auch die Flaschenpost: Sie trägt Gedanken über Grenzen hinaus, verbindet Menschen und weckt Neugier auf die Geschichten dahinter. Diese besondere Stimmung war am Abschlusstag vor den Osterferien überall spürbar. Ein herzlicher Dank gilt all unseren Lehrkräften, die mit viel Engagement und Herzblut die Workshops vorbereitet und begleitet haben. Ebenso danken wir unseren Schülerinnen und Schülern, die mit Kreativität, Teamgeist und großer Begeisterung diese Thementage zu etwas ganz Besonderem gemacht haben. Mit unserer Flaschenpost schicken wir nicht nur Worte auf die Reise, sondern auch ein kleines Stück Entdeckergeist, ganz im Sinne von Georg von Neumayer.Wer weiß, wo unsere Flaschenpost-Botschaften eines Tages ankommen und welche neuen Geschichten dort beginnen?













