Schulabschluss an der Realschule plus Kirchheimbolanden Neumayerschule verabschiedet 97 Absolventen auf ihren weiteren Lebensweg
Mit einer festlichen Abschlussfeier verabschiedete sich am 18. Juni der Abschlussjahrgang 2026 an der Georg-von-Neumayer-Schule Kirchheimbolanden. Begleitet von einem langanhaltenden Applaus begrüßten Eltern und Gäste der Schulgemeinschaft freudig gestimmt die insgesamt 97 Absolventen der 9. und 10. Klassen im voll besetzten Forum der Schule.
Die Schüler der Abschlussklassen hatten ihrer Feier, die musikalisch umrahmt wurde von der Schulband, unter das Motto „Neumeyer hatte den Kompass, wir haben ChatGPT“ gestellt. Dass dieser Jahrgang aber über Kenntnisse der Nutzung von KI hinaus einiges zu bieten hatte, bewiesen die abwechslungsreichen Beiträge, in denen die Jugendlichen ihre Schulzeit lebendig werden ließen, durch Videos über ihre Klassenfahrten oder den Klassenchat der 10a. Aber auch so manche persönliche Note wurde eingebracht, wie die Klasse 10b, die ihre Lehrerinnen aus Kinderbildern die Namen der Jugendlichen erraten ließ. Mit „Emilia Galotti“ brachte die Klasse 10c eine besondere Adaption klassischer Literatur zur Aufführung. Zusammen mit der Band ließen Laura Beck und Elisa Lanzer (9d) mit dem von Ihnen gesungenen Stück „Rolling in the deep“ das Forum der Neumayerschule erbeben. Höhepunkt des Abends war jedoch der Beitrag der Abschlusslehrer „Das waren wir“, ein KI-generierter Rap auf die Abschlussklassen unterlegt mit passenden KI-veränderten Fotos der Klassenlehrkräfte.
Im Namen des Schulelternbeirates wünschte Michaela Baumrucker den Jugendlichen alles Gute für den weiteren Lebensweg und wies auf das über das erworbene Wissen und die Schulzeit hinaus bleibende hin: „Behaltet euch diese großartige Gemeinschaft, die ihr in der Neumayerschule erfahren habt in Erinnerung und nehmt sie als Stärke mit in eure Zukunft.“
Nachdenklich ging Schulleiter Jörg Oeynhausen in seinen Abschiedsworten zunächst auf die Unsicherheiten ein, welche die omnipräsente künstliche Intelligenz (KI) im Jahr 2026 auch hervorruft: Welche Arbeitsplätze werden bleiben, welche Berufsbilder werden Bestand haben? Werde ich als Mensch noch einen Wert haben? Nicht zuletzt - wie kann ich mich in der modernen Welt von heute und morgen zurechtfinden?
„Neumayer hatte den Kompass…“ so begann er seine Überlegungen möglicher Antworten, „und auch jeder Einzelne von Euch hat seinen eingebauten Kompass, der in der Schulzeit so manche Justierung erfahren hat: „Euer Herz ist Euer Kompass, es zeigt Euch den Weg!“ veranschaulichte er zu Udo Lindenbergs gleichnamigem Lied mit Bildern aus der Schulzeit der Abschlussklassen seine Botschaft. Und Mut machend rief der Schulleiter den Jugendlichen schließlich zu: „KI kann keine Emotion, KI kann keine echte soziale Interaktion, das wird sie nie können, das können nur Menschen mit Herz und Verstand, das könnt nur Ihr – geht Euren Weg!“
Den Abschluss der Feier bildete dann die Übergabe der Zeugnisse: Im Abschlussjahrgang 2025 wurde 57 mal der „Qualifizierte Sekundarabschluss I“ und 27 mal der „Abschluss der Berufsreife“ sowie 5 mal der „Abschluss der besonderen Berufsreife“ verliehen.
Für das beste Zeugnis der Klasse wurden geehrt: Fabian Hirschler (10a), Marlon Reinke (10a), Yana Bese (10b), Elisa Lanzer (9d), Victoria Sukhanina (9e). Die Auszeichnung für den besten Notendurschnitt des gesamten Jahrgangs überreichte der Beigeordnete Franz Röss an Finley Unger (10c) und gratulierte im Namen der Verbandsgemeinde. Der Leiter des Schulamtes Mathias Wieland zeichnete Enie Schmidt (10c) für ihr herausragendes und langjähriges ehrenamtliches Engagement unter anderem in der evangelischen Jugend Rockenhausen mit dem Preis des Donnersbergkreises aus.
Weitere Preise erhielten:
Laura Beck (9d) für „Vorbildliche Haltung und beispielhafter Einsatz in der Schule“
Lina Krämer (10b) und Emma Rasch (10c) für „Besonderes Engagement im Rahmen der Schülervertretung“
Finley Unger für „Besondere Leistungen im Fach Bildende Kunst“
Fabian Hirschler für „Besondere Leistungen in Mathematik und Informationstechnik“
Für die Moderation der Feierstunde sorgten Antonia Mihaylova und Sofija Povilaviciute.
Mit dem stimmungsvollen Lied „Auf uns“ endete schließlich der offizielle Teil und mit einem fröhlichen, aber durchaus etwas wehmütigen Umtrunk ging eine vielfältige und beileibe nicht immer einfache, aber auch schöne Schulzeit an der Neumayerschule zu Ende.
Bundestagsabgeordneter Matthias Mieves zu Besuch an der Georg-von-Neumayer-Schule
Besonderen Besuch durfte die Georg-von-Neumayer-Schule in dieser Woche begrüßen: Der Bundestagsabgeordnete des Donnersbergkreises, Matthias Mieves, nahm sich Zeit für ein Treffen mit Schülerinnen und Schülern verschiedener Klassenstufen.
Die Veranstaltung fand im Schülercafé statt. Bei Getränken und kleinen Snacks entstand schnell eine lockere und angenehme Atmosphäre. Im Hintergrund lief die Zusammenfassung des spektakulären 7:1-Sieges der deutschen Fußballnationalmannschaft gegen Curaçao, was für zusätzlichen Gesprächsstoff sorgte.
Zu Beginn stellte sich Matthias Mieves den Schülerinnen und Schülern vor und berichtete von seinem persönlichen und beruflichen Werdegang. Besonders interessant war seine Schilderung der ersten Schritte in der Politik. Er erzählte, dass er früher viele Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern geführt und dabei sprichwörtlich „Türklinken geputzt“ habe, um sich bekannt zu machen und Menschen von seinen Ideen zu überzeugen. Sein abwechslungsreicher Lebenslauf führte ihn schließlich nach Berlin, wo er heute als Bundestagsabgeordneter arbeitet. Trotz seines Zweitwohnsitzes in der Hauptstadt bleibt er seiner pfälzischen Heimat eng verbunden. Dazu gehört auch seine Leidenschaft für den 1. FC Kaiserslautern, seinen Lieblingsfußballverein.
Im Anschluss hatten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, ihre vorbereiteten Fragen zu stellen. Dabei ging es um viele unterschiedliche Themen, die zeigen, was junge Menschen aktuell beschäftigt. Gefragt wurde unter anderem nach der möglichen Wiedereinführung der Wehrpflicht, nach Maßnahmen gegen Cybermobbing, nach der Digitalisierung an Schulen und nach finanzieller Unterstützung für iPad-Nutzer. Auch Fragen zur Arbeit eines Bundestagsabgeordneten, zu aktuellen politischen Herausforderungen und sogar zum Lieblingsfußballverein von Matthias Mieves wurden gestellt.
Besonders deutlich wurde dabei, wie interessiert die Schülerinnen und Schüler aktuelle politische und gesellschaftliche Themen verfolgen. Sie hörten aufmerksam zu, stellten Nachfragen und beteiligten sich engagiert an den Gesprächen. Man merkte schnell, dass sie sich nicht nur für die Person Matthias Mieves interessierten, sondern auch für Nachrichten und Entwicklungen, die Deutschland und die Welt bewegen.
Der Besuch bot allen Beteiligten spannende Einblicke in die Arbeit eines Bundestagsabgeordneten und zeigte einmal mehr, wie wichtig der direkte Austausch zwischen Politik und jungen Menschen ist. Die Georg-von-Neumayer-Schule bedankt sich herzlich bei Matthias Mieves für seinen Besuch und die offenen Gespräche.
B. Fattler, O. Musial

Aus dem Klassenzimmer in die Natur – Bildungsprojekt heimische Wildtiere in der 5d
Im Rahmen des Bildungsprojekts „Vielfalt heimischer Wildtiere im Klassenzimmer“ hatten unsere Schülerinnen und Schüler der Klasse 5d die Möglichkeit, die heimische Natur auf besonders spannende und anschauliche Weise kennenzulernen. Dazu besuchte uns an diesem Tag der Wildbiologe Peter Sürth.
Peter Sürth verstand es hervorragend, die Kinder für die Tierwelt in ihrer direkten Umgebung zu begeistern. Mit großer Fachkenntnis aus einen Exkursionen, in denen er u.a. vier Monate im rumänischen Outback lebte, und viel Engagement verwandelte er unser Klassenzimmer in eine lebendige Forschungsstation. Durch echte Tierspuren, beeindruckende Fotos und Videos sowie den Einsatz von Wildtierkameras, Peilsendern und Tierpräparaten wurde die heimische Tierwelt für die Kinder greifbar und erlebbar.
Im Mittelpunkt standen die unterschiedlichen Lebensräume heimischer Tiere in Wald, Boden, Luft und Wasser. Dabei lernten die Kinder nicht nur viel über die verschiedenen Tierarten, sondern auch über die Bedeutung eines verantwortungsvollen Umgangs mit Natur und Umwelt.
Ein besonderes Highlight war die gemeinsame Exkursion. Gemeinsam machten wir uns auf die Suche nach Spuren von Wildtieren in unserem weitläufigen und wunderschönen Wald-und Wiesenterrain rund um unsere Schule. Die Schülerinnen und Schüler waren mit großer Begeisterung und Neugier dabei und entdeckten ihre Umgebung bewusster und mit neuen Augen.
Das Projekt bot eine wertvolle Verbindung aus spannendem Biologieunterricht, praktischen Erfahrungen und nachhaltiger Umweltbildung. Wir bedanken uns herzlich bei der Volksbank Alzey-Worms eG sowie beim WWF für die Unterstützung dieses besonderen Bildungsprojekts an unserer Schule.
Sarah Gebhart










